Artist at Work 2010

Versteigerung der Kunstwerke als spannender Abschluss von "Artist at Work"

Zum ersten, zum zweiten, zum dritten … -  am vergangenen Wochenende verabschiedete sich der Spätsommer endgültig, und auch für die Werke junger Künstler, die im Juni während des einwöchigen Workshops Artist at Work auf der Mainau entstanden waren, ist der Sommer auf der Insel vorbei.

Die Versteigerung der Skulpturen zugunsten des Kinderhilfswerks Plan e.V. und der ausführenden Künstler war der mit Spannung erwartete Abschluss von Artist at Work. Der mittlerweile 4.Wettbewerb für Kunststudenten und junge Künstler findet auf Initiative von Albrecht Braun, geschäftsführender Gesellschafter der Albrecht Braun GmbH, Amstetten seit 1999 an verschiedenen Standorten statt. In diesem Jahr hatte das Europäische Kulturforum Mainau e.V. die Trägerschaft und auch dieOrganisation der abschließenden Versteigerung übernommen.

Durchgeführt wurde die Auktion ausgesprochen professionell und äußerst humorvoll von Carlo Karrenbauer, Inhaber vom gleichnamigen Konstanzer Auktionshaus. Insgesamt 20 Positionen kamen im Weißen Saal von Schloss Mainau unter den Hammer, 17 davon fanden nach mehrmaligem Steigern ihren Käufer.

"Einen Sommer lang war der Park ein wunderschöner Rahmen für die Kunst, lenkte den Blick der Besucher auf die Skulpturen, und umgekehrt öffneten die Kunstwerke neue Sichtweisen auf den Park“, beschrieb Gastgeberin Gräfin Bettina Bernadotte bei der Begrüßung der Kunstliebhaber und der Künstler die faszinierende Wechselwirkung zwischen Kunst und Raum, das Entstehen eines Kunstraumes im Park. Prof. Dr. Roland Doschka, Präsident des Kulturforums Mainau e.V. stellte die Förderung junger Künstler aus den Bereichen Kunst, Musik, Poesie und Literatur als eine wesentliche Aufgabe des Forums dar. Den Kunstwettbewerb Artist at Work begrüßte er als einen wichtigen Beitrag, die Kunstform Skulptur aus ihrem Schattendasein in den Blick der Öffentlichkeit zu rücken.

Albrecht Braun nannte im Podiumsgespräch mit Prof. Doschka die Kommunikation zwischen Künstler und Kunstliebhaber als ein wesentliches Anliegen des Nachwuchswettbewerbs. „Der  Workshop im öffentlichen Raum ist dafür die ideale Plattform, und diesmal verleiht das „Label Mainau“ den Kunstwerken einen besonderen Stellenwert“. Eine Woche lang arbeiteten zehn von einer Jury ausgewählte Nachwuchskünstler unter der Leitung von Peter Aicheler, geschäftsführender Gesellschafter der Aicheler & Braun GmbH, Tübingen im Zelt neben dem gräflichen Schloss an ihren Skulpturen aus dem vorgegebenen Material Beton.  

Zahlreiche Besucher der Insel suchten während des Workshops den Dialog mit den Künstlern und nutzten die Gelegenheit ihnen bei der Entstehung ihrer Arbeiten über die Schulter zu schauen. Am 13. Juni fand im Palmenhaus der Insel die Preisverleihung statt, und bis zur Versteigerung waren die Skulpturen im Park ausgestellt. Als Kunstliebhaberin und Mäzenin gehörte auch Gräfin Bettina Bernadotte zu den Bietern, sodass mehrere Werke weiterhin auf der Insel bleiben werden.