Mona Lisa wird kein Thema sein
Bereits zum zweiten Mal wird die Ulmer Innenstadt am 12. Juli dieses Jahres zum Schauplatz des Wettbewerbs „Kunst auf Straßenpflaster“ werden. An Hochschulen im In- und Ausland, aber auch an den Gymnasien in der Region Ulm/Neu-Ulm bereiten sich künstlerisch ambitionierte junge Menschen mit Themenvorschlägen auf den Wettbewerb vor, der schon 2004 in Ulm ein großer Erfolg geworden war.
Der Unternehmer Albrecht Braun („braun – Ideen aus Stein“) möchte mit dieser von ihm initiierten Aktion, die bereits zum vierten Mal stattfindet, frühzeitig das Augenmerk von Studenten und Schülern auf eine bislang eher vernachlässigte und unterschätzte Kunstgattung richten und damit zugleich einen Beitrag zu einer Kommunikation zwischen Künstlern und der Öffentlichkeit leisten. „Das Lächeln der Mona Lisa wird man vergeblich suchen“. Die beiden ersten Wettbewerbe „Kunst auf Straßenpflaster“ fanden in Konstanz noch ohne Beteiligung von Gymnasien statt.
Der Wettbewerb ist inzwischen fester Bestandteil in einem Netzwerk vielfältiger Förderaktivitäten des Unternehmens für junge Künstler, zu denen neben einer jährlichen Vernissage im Stammhaus in Amstetten auch der Wettbewerb „Artist at Work“ zählt, bei dem junge Menschen vor den Augen der Besucher ihren Ideen eine Form geben. Ideeller Träger und Ausrichter der diesjährigen Veranstaltung ist wiederum die Ulmer Kunststiftung pro arte. Schirmherr ist erneut der Ulmer Oberbürgermeister Ivo Gönner, der am 12. Juli 2008 im Amphitheater an der Zentralbibliothek in Ulm auch die Preise übergeben wird.
Zu dem Wettbewerb „Kunst auf Straßenpflaster 2008“ zugelassen sind neben Kunststudenten und -studentinnen einer Akademie oder Hochschule in Deutschland, Österreich oder der Schweiz in einem parallel angelegten Regionalwettbewerb auch wieder Schüler und Schülerinnen der Oberstufe von Gymnasien in Ulm/Alb-Donau-Kreis und Neu-Ulm/Kreis Neu-Ulm. Eine Jury trifft eine Vorauswahl unter den eingereichten Vorschlägen der Bewerber. 20 Teilnehmer werden aus den Hochschulen, 12 aus den Gymnasien ausgewählt.
Die ausgewählten Teilnehmer erhalten spätestens bis zum 15. Mai 2008 Nachricht über die Entscheidung der Jury. Insgesamt sind Preise von knapp 3000 Euro ausgesetzt. Jeder Teilnehmer erhält zudem als Kostenersatz ein „Sackgeld“. Einsendeunterlagen für den Wettbewerb sind unter www.kunst-auf-strassenpflaster.de im Download verfügbar und bis zum 24. April 2008 (Poststempel) an pro arte, ulmer kunststiftung, Hafengasse 19, 89073 Ulm einzureichen.
Den Teilnehmern stehen für Ihre künstlerischen Darstellungen - dreidimensionale Installationen die in der Höhe zwei Meter nicht überschreiten dürfen, oder Flächenarbeiten - jeweils vier Quadratmeter Straßenpflaster-Grundfläche zur Verfügung, die nicht beschädigt werden darf. Die Arbeitsfläche wird durch einen Pavillon geschützt. Nur wasserlösliche Farben dürfen für die Arbeiten verwendet werden.
An der letzten Veranstaltung „Kunst auf Straßenpflaster“ in Ulm im Jahr 2004 hatten sich erstmals auch Schülerinnen und Schüler aus den Oberstufen regionaler Gymnasien beteiligt. Auf den ersten Platz gelangte damals die Schülerin Jana Segmehl vom Ulmer Schubarth-Gymnasium. Den ersten Preis für die Hochschüler teilten sich die Koreanerin Yoonhee Ryu (Saarbrücken) und Eva-Maria Kupfer (Nürnberg). Insgesamt hatten damals über 30 junge Künstler die Jury überzeugt.
Zu den Sponsoren des Wettbewerbs gehören neben braun – Ideen aus Stein (Amstetten) BetonMarketing Süd (Ostfildern), Mareis Druck (Weissenhorn), die Sparkasse Ulm und Regio TV Schwaben.