Artist at Work - Jury vergibt Preise an junge Künstler

Preiswürdiges „Elternhaus“

Amstetten/Heidenheim
- Im Nachwuchswettbewerb „Artist at Work“, der in diesem Jahr zum dritten Mal ausgeschrieben wurde, ist die Entscheidung gefallen. Auf der Landesgartenschau in Heidenheim vergaben die Juroren am 18. Juni 2006 den Hauptpreis an Lena Röth (Gemmrigheim) für eine Skulptur aus Sandsteinbeton mit dem Titel „Elternhaus“. Der Wettbewerb war mit Gesamtpreisen in Höhe von 3500 Euro dotiert. 1999 hatte das Unternehmen braun – Ideen aus Stein (Amstetten/Tübingen) ihn ins Leben gerufen.

Lena Röth heisst die erste Preisträgerin im Wettbewerb „Artist at Work“, der in diesem Jahr auf der Landesgartenschau in Heidenheim wiederum im Rahmen eines Workshops ausgetragen wurde. Die aus Gemmrigheim (Bietigheim/Bissingen) stammende Nachwuchskünstlerin, Studentin der Bildhauerei an der Kunstakademie Stuttgart bei den Professoren Werner Pokorny, Micha Ullmann, Alexandra Ranner und Markus Ambach, erhielt die Auszeichnung für ihr Werk „Elternhaus“, eine aus kartenhausähnlichen Fassaden bestehende Arbeit aus SANTURO-Sandsteinbeton. Die junge Künstlerin beschreibt damit, wie sie sagt, „acht Heimaten“, Orte, in die sie mit ihrer stetig gewachsenen Familie umziehen musste, weil es im Elternhaus zu eng geworden war. Sie habe mit diesem Werk ihre Vergangenheit aufbereitet, gleichsam ihre Entwicklungsgeschichte „abgehakt“.

Artist at Work 2006 - Jury vergibt Preise an junge KünstlerWeitere Preise gingen an die beiden Stuttgarter Nachwuchskünstler Sonja Nagel und Jan Theissen für ihre gemeinsame Arbeit „Sandbaden“ sowie an Wolfgang Bretter (Wels/Österreich), der seinem Werk den Titel „Eis im Block“ gegeben hatte.

Über eine Woche hatten 15 junge Künstler vor den Augen der Gartenschaubesucher an ihren Objekten gearbeitet, deren Konzepte von der Fach-Jury aus über 50 Bewerbungen zuvor ausgewählt worden waren. Die Vorsitzende des Gremiums, Prof. Dr. Sabine Theis-Krömer (RWTH Aachen/Mainz), begründete die Entscheidung des Gremiums für die erste Preisträgerin Lena Röth unter anderem damit, dass es der Kunststudentin gelungen sei, „Beton zu poetischen Bildern zu verführen“.  Lena Röth habe es verstanden, so die Jury, ein emotionales Thema auf eine sachliche Ebene zu holen, durch Reduktion auf eine Sprache vergleichbar gemacht und auf diese Weise eine Näherung ermöglicht. Insgesamt, so Theis-Krömer, haben alle Arbeiten bei der Jury „große Bewunderung“ ausgelöst und sich in ein „Gesamtklima“ gefügt, das aus dem Wettbewerb „eine Art Gesamtkunstwerk“ gemacht habe.

Der größere Teil der Arbeiten aus dem Wettbewerb wird am 24. September 2006 im Rahmen einer Kunstauktion mit Matthias Holtmann als Auktionator im Lokschuppen Treffpunkt Baden-Württemberg auf der Landesgartenschau in Heidenheim versteigert.

Die Sponsoren:

  • BetonMarketingSüd 
  • Dyckerhoff Weiss Zement 
  • Ernst Nagel GmbH Ulm 
  • Scholz Farben Partenstein 
  • Nething Generalplaner Neu-Ulm 
  • GaLa-Bau Schiessle Giengen 
  • Kieswerke Röhm Wendlingen 
  • NOE Schaltechnik Süssen 
  • Keller Bau Süssen 
  • Sand-KiesVertrieb Ulm 
  • Donau-Iller-Kies Ulm 
  • Schöler Fördertechnik, Rheinfelden