
25 Jahre TEGULA® – Wie aus einem hässlichen Entlein ein schöner Schwan wurde
Amstetten/Bremen - Ob es bereits der Stein der Weisen geworden ist, mag dahingestellt bleiben. Sicher ist, spätestens nach 25 Jahren TEGULA®,des erfolgreichen Markenprodukts der internationalen SF-Kooperation, sind viele zunächst höchst skeptische Geburtshelfer sehr viel weiser geworden. Schönheit ist eben doch Geschmackssache. Die mutige und kreative Behandlung eines Betonsteins in der Fertigung geriet zur Schönheitskur. Und es bedurfte einer guten Portion unternehmerischen Mutes, um aus einem vermeintlich hässlichen Entlein einen schönen Schwan zu machen.
Unbeirrt von vielen kritischen Stimmen war braun – Ideen aus Stein von Anfang an dabei und hat damit wesentlich zum märchenhaften Markterfolg von TEGULA® (lat. Deckplatte, Dachziegel) beigetragen. Was nicht nur vom Wettbewerb zunächst als Misshandlung eines an sich schon gelungenen Produktes abgetan wurde, wird heute vielfach kopiert – das bittere Los vieler attraktiver Markenprodukte.
Genutzt allerdings wurde die Chance, TEGULA® zu einem Markenklassiker unter den Betonsteinprodukten zu entwickeln. 1981 ließ man sich die Marke schützen. Ausgezeichnet mit dem Longlife Award von Busse Design kann TEGULA® daher auch weiterhin seine Alleinstellung behaupten. Denn der Name ist längst zu einem Gattungsbegriff geworden. Die prägende Kraft ist heute neben der Produkttiefe und -breite vor allem die Marke und die gleichbleibende Qualität.
Heiß diskutierte Idee
Als der getrommelte TEGULA® -Stein zu Beginn der 80er Jahre erstmals in Berlin dem Fachpublikum vorgestellt wurde, löste er in der Branche eine heiße Diskussion aus. Es brauchte Zeit, um die Idee zu verstehen und zu akzeptieren – zu lange wohl, denn mit der öffentlichen Auseinandersetzung der Experten und der Erörterung technischer Details wurde auch die Chance verspielt, sich die Idee vor Nachahmern schützen zu lassen.
Der TEGULA® -Stein, der zunächst von braun – Ideen aus Stein mit der Zusatzbezeichnung „Roma” im Markt eingeführt wurde, hat durch das Trommeln und damit das Brechen seiner Kanten und Ecken und die Bearbeitung der Steinoberfläche ein völlig eigenes Schönheitsprofil erhalten. Keine Rede mehr vom „Kaputtmachen”, von Qualitätsminderungen durch Haarrisse, die durch die Behandlung in den Trommeln entstehen könnten. Und dem Argument angeblich erschwerter Verlegearbeiten wusste braun – Ideen aus Stein mit der 1997 mit Schutzrechten gesicherten Sinus-Abstandshilfe längst überzeugend zu begegnen. Eine wichtige Weiterentwicklung gelang dem Unternehmen aber auch mit einer durch Flammstrahlen veränderten Oberfläche des TEGULA Cotta-Steines, der damit sein natürliches Aussehen nochmals verbesserte. „Der Natur abgeschaut”, dieses Prädikat gehört fest in die Biografie von TEGULA®. Unendlich ist inzwischen die Reihe der Referenzobjekte. Die Voraussetzungen, dass TEGULA® wirklich steinalt werden kann, sind also geschaffen, „Misshandlungen” nicht mehr zu fürchten, neue Schönheitskuren indes schon.